Stichworte: Insolvenzursachen
Für 6.893 österreichische Unternehmen brachte das Jahr der Wirtschaftskrise die Insolvenz. Das bedeutet gegenüber dem Jahr 2008 eine Zunahme um 9,3%, wobei die eröffneten Verfahren mit 14,4% deutlich stärker anstiegen als die mangels Masse abgewiesenen Konkursanträge (3,5%).
Laut KSV 1870 hat sich bei den Insolvenzursachen jedoch nur wenig bewegt.
Unter Managementfehler werden persönliches Verschulden, Fahrlässigkeit, innerbetriebliche Ursachen und Kapitalmangel zusammengefasst. Der KSV schreibt 80% der Insolvenzfälle im Jahr 2009 diesen vier Kategorien zu.
Bereits im Laufe der letzten zehn Jahre ging der Anteil der Insolvenzen, die auf Managementfehler zurückzuführen ist, stetig zurück. Im Jahr 2000 wurden noch 86% der Insolvenzen auf Managementfehler zurückgeführt, 2005 waren es 83% und nun sind es 80%. Auf die weitere Entwicklung darf man gespannt sein...
Diese schlagen mit 18% der Fälle zu Buche. Dabei gingen 15% auf geänderte Rahmenbedingungen im Bereich der Märkte und Finanzierungsmöglichkeiten zurück. Mit nur 2% spielen Folge-Insolvenzen - verursacht durch die Insolvenz eines Kunden - nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Gleiches gilt für den Ausfall von Lieferanten, die mit 1% der Insolvenzursachen am untersten Ende des Rankings stehen.
Weitere 2% der Insolvenzfälle sind auf Krankheit zurückzuführen. Damit spielt Krankheit als Insolvenzursache eine gleich große Rolle wie die Folge-Insolvenzen!
Quelle: KSV 1870
Online seit: 22.07.2010

