Stichworte: Insolvenz | Insolvenzstatistik | Konkursmasse
Der Kreditschutzverband 1870 hat die Zahlen für das erste Halbjahr 2005 veröffentlicht und es scheint sich die Lage nach wie vor nicht zu entspannen.
Im ersten Halbjahr 2004 wurden 3.097 Insolvenzfälle registriert, heuer waren es in den ersten sechs Monaten bereits 3.566. Das bedeutet eine Zunahme um 15% und lässt für das Jahr 2005 insgesamt 7.000 Insolvenzfälle befürchten.
Die stärksten Zuwachsraten in der Insolvenzstatistik verzeichnen wieder die abgewiesenen Verfahren. Für die Eröffnung eines Verfahrens ist ein Kostenvorschuss zu erbringen, der in der Regel bei 4.000 Euro liegt. Bei 6 von 10 angemeldeten Konkursen wird das Verfahren nicht eröffnet, weil selbst diese Summe nicht mehr aufgebracht werden kann. Im ersten Halbjahr 2005 betraf dies 2.022 Unternehmen, das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 24,2%.
Die meisten Konkurse (1.037) entfallen auf Wien, allerdings konnte die Situation in Wien gegenüber dem Vorjahr auf einem konstanten Niveau gehalten werden. In Vorarlberg hingegen nahm die Zahl der Insolvenzen um 53% zu. Auch Niederösterreich, mit einem Zuwachs von 35%, sowie Tirol mit einer Steigerung von 32% zählen zu den aktuellen Spitzenreitern. Oberösterreich konnte als einziges Bundesland einen Rückgang im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 verbuchen.
Quelle: KSV 1870
Online seit: 22.06.2005

