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Insolvenzstatistik 1. Halbjahr 2006

Leichter Rückgang bei Unternehmensinsolvenzen, weiterer Anstieg bei Privatinsolvenzen.

Stichworte: Insolvenz | Insolvenzstatistik

Leichte Entspannung bei Unternehmensinsolvenzen

Die positive Nachricht: Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2005 wurden im heurigen Jahr bislang um 5,6% Insolvenzen weniger verzeichnet. Vor allem die mangels Masse abgewiesenen Konkursanträge sind mit einem Minus von 10% deutlich zurückgegangen. Insgesamt wird für 2006 mit 6.900 Insolvenzen gerechnet, ca. 150 weniger als im Vorjahr.

Die weniger erfreuliche Nachricht: Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich um 1,5% gestiegen und vor allem die Zahl der betroffenen Dienstnehmer/innen ist um 5,6% gestiegen.

Privatinsolvenzen steigen weiter an

Im ersten Halbjahr 2006 wurden bereits mehr als 3.100 Verfahren zur Privatinsolvenz eröffnet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um ca. 18%. Vor allem die Zahlungsprobleme bei jungen Leuten zwischen 20 und 30 schießen in die Höhe und viele müssen in ihren 30igern damit beginnen, den Schuldenberg abzutragen.

Auch die insolventen Unternehmen tragen zum Anstieg bei den Privatinsolvenzen bei: Laut Schätzung des KSV endet die Firmeninsolvenz für jährlich ca. 2.500 Betroffene anschließend in der Privatinsolvenz.

Quelle: KSV 1870

Online seit: 28.06.2006

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