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Mit einem Anstieg um 10%-15% für 2009 wurde bislang gerechnet. Das 1. Quartal 2009 schießt deutlich darüber hinaus.
Die endgültigen Zahlen für die Monate Jänner bis März weisen 1.700 Unternehmensinsolvenzen aus, das sind um 18,1% mehr als im 1. Quartal 2008. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei den eröffneten Insolvenzen mit einem Plus von 28,7% aus. Mangels Masse nicht eröffnete Verfahren stiegen hingegen "nur" um 6,5%.
Die Insolvenzverbindlichkeiten sind im Vergleich zum 1. Quartal 2008 um 111,7% gestiegen, haben sich also mehr als verdoppelt. Selbst unter Herausrechnen der zwei größten Insolvenzen, die zusammen rd. 230 Mio. Euro Passiva aufweisen, verbleibt ein Plus von rd. 56%.
Ähnliche Zuwächse sind bei den betroffenen Dienstnehmern und den betroffenen Gläubigern zu beobachten. Die Zahl der betroffenen Dienstnehmer stieg um 57,7% auf 8.200 und die Zahl der betroffenen Gläubiger um 54,3% auf 33.800 an.
So betrachtet, ein unerfreulich einheitliches Bild.
In der Zeit rund um Ostern gibt es traditionell weniger Insolvenzanmeldungen. Während im Jahr 2008 die Ostertage noch ins 1. Quartal hineinspielten, war das 1. Quartal 2009 noch quasi ein volles Geschäftsquartal. Ob dieses Rutschen der Feiertage aber ausreicht, den eher unerwartet hohen Anstieg zu erklären, wird das 2. Quartal zeigen.
Online seit: 28.04.2009
Quelle: KSV 1870
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