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Besonders betroffen sind Unternehmen im Bereich der maschinellen und industriellen Fertigung mit einem starken Exportbezug.
Im Vergleich zum 1. HJ 2008 bedeutet das ein Plus bei den Unternehmensinsolvenzen von knapp 10%. Der Zuwachs liegt damit noch etwas unter den erwarteten 12%-15% für 2009.
Am stärksten betroffen sind Unternehmen aus dem Bereich der maschinellen und industriellen Fertigung, besonders dann, wenn der Export ein wichtiges Standbein darstellt. Damit erklärt sich auch der starke Anstieg bei den betroffenen Arbeitsplätzen und bei den Passiva.
Die geschätzten Insolvenzverbindlichkeiten belaufen sich auf rd. 2,0 Mrd. Euro und verzeichnen damit einen Zuwachs von knapp 82%. 59.400 Gläubiger waren von Insolvenzen betroffen, im Vergleich zum 1. Halbjahr 2008 bedeutet das einen Zuwachs von rd. 45%.
Bei den Arbeitsplätzen gab es einen Anstieg um rd. 53%, damit waren 15.400 Arbeitsplätze von Unternehmensinsolvenzen betroffen.
Während die Zahl der eröffneten Insolvenzverfahren bei den Einzelunternehmen im Vergleich zum 1. HJ 2008 um 11% anstieg, betrug der Zuwachs bei den GmbH rd. 29%.
31% der insolventen Unternehmen wurden in den Jahren 2005 - 2009 gegründet, weitere 23% in den Jahren 2000 - 2004.
Die Statistiken zeigen, dass in den östlichen Bundesländern die Krise (noch) nicht so stark durchgeschlagen hat. Am stärksten betroffen waren Salzburg (+26,7%), Oberösterreich (+20,2%) und die Steiermark mit einem Plus von 18,3%. Auch wenn Wien weiterhin die meisten Insolvenzen zu verzeichnen hat, dürfte der Branchenmix der Bundeshauptstadt den eher geringen Zuwachs von 6,9% begünstigen.
Online seit: 13.07.2009
Quelle: KSV 1870
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