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Ergebnisse des Global Entrepreneurhsip Monitor (GEM) 2007 für Österreich: Im Vergleich zu anderen Ländern noch immer niedrige Selbständigenquote und Gründungsquote.
Nach dem Jahr 2005 hat sich 2007 Österreich zum zweiten Mal an der international vergleichenden Studie "Global Entrepreneurship Monitor - GEM" beteiligt. Hier einige zentrale Ergebnisse zusammengefasst.
Die Zahl der österreichischen Unternehmer/innen ist im internationalen Vergleich nach wie vor relativ niedrig, obwohl sich viele Personen potentiell befähigt fühlen, UnternehmerInnen zu sein. Mit einem TEA-Index (TEA: Early-Stage Entrepreneurial Activity) von 2,44 % weist Österreich 2007 den geringsten Wert aller 42 an GEM teilnehmenden Länder auf.
Auch die gesamte unternehmerische Aktivität ist im Vergleich mit einem Großteil der anderen Länder nur mäßig ausgeprägt. Mit einer Quote von 8,39 % an der Gesamtbevölkerung lässt Österreich nur wenige Länder hinter sich und ist weit entfernt vom Resultat des Spitzenreiters der Hocheinkommensländer, wie beispielsweise Island.
Relativ geringe Anteile von UnternehmerInnen an der Gesamtbevölkerung wirken längerfristig negativ auf die Rate des Unternehmertums zurück. Es fehlt an Rollenvorbildern, medialer Präsenz. In Verbindung mit der vorherrschenden Risikoaversion steht ein zu geringes Potenzial an Personen zur Verfügung, die einerseits den Schritt in die Selbständigkeit wagen, andererseits das Wachstum über den Status eines Klein- oder Mittelbetriebes (KMU) anstreben.
Im Lichte solcher kultureller Rahmenbedingungen wirken Hemmnisse, wie erschwerte Zugänge zu Kapital, bürokratische Hürden, aber auch Schwierigkeiten, gut qualifizierte MitarbeiterInnen zu finden, besonders stark.
Positiv bewertet wurde im GEM-Bericht 2007, dass nur 6 % der befragten JungunternehmerInnen angaben, aus Notwendigkeit heraus ein Unternehmen gegründet zu haben. Dies betraf 2007 speziell fast ausschließlich Personen über 45 Jahren, die durch eine Unternehmensgründung dem Schicksal einer langen Phase der Arbeitslosigkeit zu entgehen suchten.
Während Männer überwiegend erst ein sicheres Standbein als unselbständig Erwerbstätige suchen und sich in späteren Jahren selbständig machen, werden Frauen üblicherweise früher unternehmerisch aktiv.
Für die jungen Gründerinnen ist die Selbständigkeit eine Möglichkeit, Familie und Beruf zu verbinden. Eine weitere Spitze gibt es im Alter zwischen 45 und 54 Jahren, wo Frauen nach der Kindeserziehung ebenfalls nach beruflicher Selbstverwirklichung streben.
Online seit: 10.08.2009
Quelle: Global Entrepreneurship Monitor 2007 - GEM 2007
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