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Zahl der Insolvenzen ging im Vergleich zu 2009 um rd. 8% zurück. Positive Entwicklung bei mangels Masse abgewiesenen Verfahren.
Der KSV 1870 hat die Hochrechnungen für die Insolvenzstatistik 2010 bekannt gegeben. Demnach schlitterten in Österreich im Jahr 2010 hochgerechnet 6.366 Unternehmen in die Insolvenz. Im Vergleich zu 2009 bedeutet das einen Rückgang um 7,8%.
Von den Insolvenzen waren 23.600 Beschäftigte betroffen, auch das bedeutet einen klaren Rückgang. Im Vergleich zu 2009 waren damit um rd. 16% weniger Arbeitsplätze durch Insolvenzen bedroht.
2.837 Insolvenzverfahren wurden 2010 mangels kostendeckendem Vermögens nicht eröffnet, umgangssprachlich wird dies häufig als mangels Masse abgewiesen bezeichnet. Das bedeutet einen Rückgang um 10,2% im Vergleich zu 2009. Ein Anliegen der Insolvenzrechtsreform 2010 war ja, die Zahl der mangels Masse abgewiesenen Verfahren zu reduzieren. Insbesondere bei mangels Masse abgewiesenen GmbH-Insolvenzen werden häufig betrügerische Hintergründe vermutet.
Alle Bundesländer mit Ausnahme Vorarlbergs konnten Rückgänge in der Insolvenzstatistik verzeichnen. Besonders die großen Bundesländer weisen positive Trends auf: In Oberösterreich gingen die Insolvenzen um rd. 14% zurück, in Niederösterreich betrug der Rückgang im Vergleich zu 2009 rd. 10%.
Vorarlberg hingegen verzeichnete mit 288 Insolvenzen einen Anstieg um 9,5%. Obwohl Wien einen Rückgang um 7% verbuchen konnte, fallen nach wie vor die meisten Insolvenzen auf die Bundeshauptstadt: 2.028 Wiener Unternehmen schlitterten nach Hochrechnung des KSV in die Insolvenz.
Online seit: 03.01.2011
Quelle: KSV 1870
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