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Die Bank lädt zum Gespräch...

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Sie erhalten von der Bank einen netten Brief mit einer Einladung zu einem Gespräch - aber Sie würden die Einladung am liebsten nicht annehmen?

? Sie haben Ihren Kontokorrentrahmen ohne Absprache überzogen?

? Sie sind mit Kreditraten im Verzug?

? Es gibt außerdem auf Ihrem Konto kaum mehr Bewegungen?

Dann wird die Bank davon ausgehen, dass Sie in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Und tatsächlich sieht es in letzter Zeit nicht gut aus. Vielleicht haben Sie wichtige Kunden verloren? Oder Sie haben auf ein Produkt gesetzt, das von den Käufern nicht so gut angenommen wird wie erwartet? Es gibt viele Gründe. Ihnen wird schon ganz flau im Magen, wenn Sie die Kontoauszüge ansehen. Und Sie denken sich, lieber das Ganze bei der Bank nicht durchsickern lassen.

Nur: es sickert durch. Sie melden sich nicht, also zählt in erster Linie das Konto. Die Bank kann nur mutmaßen, warum das Konto ins Minus rutscht. Sie weiss nicht, worin die Ursachen liegen und ob Sie bereits Schritte gesetzt haben um wieder ins finazielle Lot zu kommen.

Sie andererseits hoffen, dass das alles vorbeigeht. Alles wird in Kürze wieder in Ordnung sein, lieber bei der Bank nicht anstreifen. Oder sie befürchten, dass Sie aus dem Schlamassel nicht mehr herauskommen und melden sich erst recht nicht, denn: erstens wollen Sie es selbst noch nicht wahrhaben und zweitens, wie sollen Sie es sagen?

Wenn Sie sich nicht melden, wird es die Bank tun. Telefonisch oder schriftlich werden Sie (noch) freundlich um ein Gespräch gebeten. Sie können natürlich das tun, was viele tun: Den Brief übersehen, ihn mit der Werbung zum Altpapier schmeissen, ihn versehentlich unter einem Aktenberg vergraben. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Es hilft Ihnen nichts, es wird damit nur schlimmer. Die Briefe werden unfreundlicher und es dauert nicht lange, dann wird Ihnen die gesamte offene Summe fällig gestellt. Sie bewegen sich auf einen Totalschaden zu. Und: auf die eine oder andere Weise werden Sie eines Tages mit der Bank sprechen müssen.

Noch haben Sie die Möglichkeit, den Verlauf des Gesprächs zu beeinflussen. Wenn die Bank Sie kontaktiert, ist zwar meist das Gesprächsklima schon etwas gestört - aber noch ist Nichts verloren. Je früher Sie sich selbst in die Höhle des Löwen wagen, umso bessere Karten haben Sie in der Hand. Also: auch wenn es eine große Überwindung bedeutet - die Einladung zum Gespräch wird angenommen.

101 Gründe, warum es besser wird

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Sie machen sich natürlich Sorgen um Ihre Finanzen. Sie reden sich selbst gut zu, es muss einfach wieder besser werden. Nur: für das Bankgespräch ist das keine gute Ausgangsbasis.

Nun versetzen wir uns in die Lage des Bankbetreuers. Er will, dass die Bank ihr Geld wiedersieht, und zwar nach Möglichkeit die gesamte Summe. Alles andere bedeutet Ärger für die Filiale und für den Bankangestellten selbst. Natürlich machen Sie sich selbst die größeren Sorgen, dass Ihre Finanzen nicht mehr in Schwung kommen. Aber: im Grunde treffen sich an diesem Punkt Ihre Ängste mit jenen des Bankbeamten - uneinbringliche Kredite sind für die Banken ein rotes Tuch.

Ihr Berater steht also vor der Entscheidung, sofort zu handeln und den Schaden zu begrenzen oder das Risiko einzugehen, dass Sie tatsächlich zahlungsunfähig werden. Überlegen Sie selbst, ob Sie die folgenden Sätze in dieser Situation überzeugen würden - Sie können sicher sein, Ihr Bankberater hat diese Argumente schon oft gehört:

  1. Das nächste Quartal wird besser ausfallen.
  2. Es handelt sich nur um eine temporäre Durststrecke.
  3. Wir sind kurz vorm Druchbruch.
  4. Die Marktsituation wird sich erholen, es braucht nur alles seine Zeit.
    ....

101. Ich bin schon so lange Jahre Kunde dieser Bank und hab bisher noch immer bezahlt.

Schön für die Bank, wenn Sie in der Vergangenheit ein guter Kunde waren. Aber: Es geht um Geld und es geht um die Zukunft. Selbst wenn schon Ihre Großeltern ihre Sparbücher bei dieser Bank angelegt haben - sie werden damit nur selten punkten können. Ihren Bankberater interessiert viel mehr, ob Sie auch in Zukunft ein guter Kunde sein werden. Er wird Sie daher eingehend danach befragen, womit Sie Ihre Zuversicht begründen. Und das bedeutet, dass Sie sich auf das Gespräch vorbereiten müssen.

Vorbereitung ist das halbe Konto

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Sie wollen, dass die Bank Ihnen Schonfrist einräumt. Dazu brauchen Sie stichhaltige Argumente und eine überzeugende Präsentation.

Sie vereinbaren also einen Termin mit Ihrem Berater bei der Bank. In diesem Gespräch muss es Ihnen gelingen, ihn zu überzeugen. Versuchen Sie daher, den Termin so zu legen, dass Ihnen ausreichend Vorbereitungszeit bleibt. Sie werden sehen, es kommt eine Menge Arbeit auf Sie zu.

Diese Liste zeigt Ihnen: es ist viel zu tun. Wenn Sie mit den Vorbereitungen erst ein oder zwei Tage davor beginnen, kommen Sie mit unansehnlichen Unterlagen und wirken unvorbereitet (was Sie auch tatsächlich sind). Der Berater muss zwangsläufig den Eindruck bekommen, dass Sie die Sache nicht in der Hand haben. Nichts könnte Ihnen mehr schaden.

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