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Insolvenzursachen 2004

Weiterhin Fehler bzw. Verlustquellen im innerbetrieblichen Bereich unangefochten an der Spitze.

Stichworte: Insolvenz | Insolvenzursachen | Konkursmasse | Statistiken

2.700 Insolvenzen unter der Lupe

Im Jahr 2004 wurden in Österreich 6.300 Unternehmen insolvent, mehr als die Hälfte der Verfahren (3.300) wurde mangels Masse nicht eröffnet. Der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) hat 2.700 der eröffneten Insolvenzen unter die Lupe genommen.

Zu wenig vor der eigenen Tür gekehrt

Die Kunden, die Lieferanten, die Politik, das Wetter - nein, sie sind nicht schuld an den Insolvenzen. Laut KSV sind nur 2% der Insolvenzen auf zahlungsunfähige Kunden und nur 1% auf den Ausfall von Lieferanten zurückzuführen. Im Gegenteil, ein rechtzeitiger Blick in das Innere würde das Gros der Pleiten verhindern. Und so verteilten sich 2004 die Insolvenzursachen laut KSV-Analyse:

  • 33% Fehler/ Verlustquellen im innerbetrieblichen Bereich
  • 25% Fahrlässigkeit
  • 15% Kapitalmangel bzw. Kapitalarmut
  • 13% Fehler/ Verlustquellen im außerbetrieblichen Bereich
  • 10% Persönliches Verschulden
  • 4% Sonstige Ursachen

Technische K.O. oder Betrug?

Dem KSV sind besonders jene Pleiten ein Dorn im Auge, bei denen mangels Masse kein Verfahren eröffnet wurde und teils beträchtliche Schulden bei Finanzamt und Gebietskrankenkassen angehäuft wurden. Speziell für diese Fälle fordert er Untersuchungen auf kriminelle Hintergründe.

Das Gros der Insolvenzen geht jedoch auf technisches K.O. zurück, meist fehlt für die Rettung das nötige Kleingeld. Nur bei 5,8% der 2.700 analysierten Fälle wird vermutet, dass betrügerische Handlungen eine Rolle gespielt haben.

Quelle: KSV

Online seit: 19.05.2005

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