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Mehr Insolvenzen, weniger Verbindlichkeiten

Steigender Trend bei der Zahl der Insolvenzen setzt sich weiter fort, Verbindlichkeiten nehmen ab.

Stichworte: Branchen: Bauwirtschaft | Branchen: Gastronomie | Insolvenz | Insolvenzstatistik

Der KSV hat seine Quartalshochrechnung zur Insolvenzentwicklung in Österreich präsentiert und nach wie vor gibt es keine Entwarnung.

Alle 17 Minuten ein Unternehmen pleite

In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden 5.265 Unternehmen insolvent - um 18% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Hochgerechnet auf eine 40-Stunden-Arbeitswoche bedeutet das eine Insolvenz alle 17 Minuten. Dabei stieg die Zahl der eröffneten Verfahren um 7,5%, die Zahl der abgewiesenen Konkurse dagegen um 28%.

Besonders gefährdet: unternehmensbezogene Dienstleistungen

Mit 848 Fällen führen die unternehmensbezogenen Dienstleistungen die Statistik an, gefolgt vom Gastgewerbe (829 Fälle) und der Bauwirtschaft (787 Fälle). Während die Großinsolvenzen im Abnehmen sind, müssen immer häufiger kleine Unternehmen den Weg zum Insolvenzrichter antreten. Und darin liegt paradoxerweise auch die gute Nachricht: Die Pleiten werden kleiner, die Verluste pro Fall sinken, der volkswirtschaftliche Schaden wird dadurch geringer.

Gesunder Wettbewerb und "Geiz ist geil"

Insolvenzen werden immer Bestandteil einer Volkswirtschaft sein, auch wenn dies den betroffenen Gläubigern wie Schuldnern kein Trost ist. Der KSV kritisiert, dass auch die öffentliche Hand dem "Geiz ist geil" - Slogan folgt. Wenn eine mittelständische Wirtschaft Erfolgsschancen haben will, dann müssen nicht nur Private, sondern muss auch die Beschaffungspolitik der öffentlichen Hand ihre Billigstrategie überdenken.

Quelle: KSV von 1870

Online seit: 28.09.2005

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