Insolvenzstatistik 2006: weniger und mehr
Anzahl der Unternehmensinsolvenzen und der betroffenen Dienstnehmer gesunken, Verbindlichkeiten gestiegen.
Stichworte: Insolvenz | Insolvenzstatistik
Die Insolvenzstatistik für 2006 zeigt ein durchwachsenes Bild.
Die gute Nachricht:
- Weniger betroffene Dienstnehmer/innen: im Jahr 2005 waren 22.100 Arbeitsplätze betroffen, 2006
nur mehr 21.600 (-2,3%);
- Rückgang der Unternehmnsinsolvenzen von 7.056 im Jahr 2005 auf 6.649 im Jahr 2006 (-5,8%);
- der Aufwärtstrend bei den mangels Masse abgewiesenen Konkursanträgen konnte gestoppt werden (-6,7%).
Die schlechte Nachricht:
- Die Insolvenzverbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um 100 Mio. Euro auf 2,5 Mrd. Euro angestiegen (+4,2%);
- die Anzahl der Privatkonkurse ist laut Hochrechnung des KSV deutlich gestiegen: 7.513 Privatinsolvenzen im Jahr 2006 bedeutet einen Anstieg um 16,3% im Vergleich zum Vorjahr und die offenen Insolvenzverbindlichkeiten sind um 6,3% auf 811 Mio. Euro gestiegen.
Regionale Verteilung
Bei den Unternehmensinsolvenzen konnten alle Bundesländer mit Ausnahme von Kärnten und Burgenland Rückgänge verzeichnen, den stärksten Salzburg mit einem Minus von rd. 20%. Die Zahl der Privatinsolvenzen hingegen ist in den meisten Bundesländern gestiegen, nur das Burgenland, Salzburg und Vorarlberg konnten Rückgänge verzeichnen.
Altbekannte Spitzenreiter
Die Bauwirtschaft führt wieder einmal mit 1.066 Insolvenzverfahren die Statistik an, jeweil mehr als 1.000 Verfahren entfallen auch auf die unternehmensbezogenen Dienstleistungen und auf das Gastgewerbe. Spitzenreiter bei den Passiva waren mit rd. 449 Mio. Euro die unternehmensbezogenen Dienstleistungen.
Quelle: KSV 1870
Online seit: 03.01.2007
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