Pfad: http://www.unternehmer-in-not.at/art_4_7_54_0_aws-restrukturierung-fuer-kmu.php
AWS unterstützt KMU bei Restrukturierungsmaßnahmen durch die Übernahme von Haftungen. Interview mit Herrn Kugler, AWS.
Diese Förderung, die eigentlich in der Übernahme von Haftungen besteht, können KMU in Anspruch nehmen. Das sind also kleine und mittlere Unternehmen, die
Unternehmen, die diese Kriterien erfüllen und einen Bedarf an Restrukturierung haben, können wir unterstützen.
Für Restrukturierung braucht man in der Regel frisches Kapital. Sei es, dass Investitionen getätigt werden, oder dass einfach der Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten werden kann bis die geplanten Maßnahmen zu greifen beginnen. Für dieses frisch aufgenommene Kapital können wir Haftungen übernehmen.
Für Altschulden können wir keine Haftung übernehmen. Auch dann nicht, wenn eine Umschuldung erfolgt.
In aller Regel übernimmt die AWS 80%, in manchem Fällen auch mehr. Erfolgt beispielsweise eine Kapitalzufuhr durch eine Beteiligung natürlicher Personen am Unternehmen, dann werden solche Beteiligungsbeträge im Rahmen der Eigenkapitalgarantie bis zu einer Höhe von Euro 20.000 auch zu 100% besichert, sofern sie nicht von nahen Verwandten eingebracht werden.
Ja, allerdings sind noch einige Voraussetzungen zu beachten:
Wir prüfen das Konzept hinsichtlich zweier Kriterien:
Unserer Erfahrung nach geht das vor allem bei kleineren Unternehmen kaum. Die Unternehmer sind ja meist mit dem Tagesgeschäft schon voll ausgelastet. Außerdem braucht man für die Formulierung eines solchen Konzeptes nicht nur Zeit, sondern auch Erfahrung und Wissen, über das meist nur Berater verfügen. Auch die Verhandlungen mit den wichtigsten Gläubigern gestalten sich oft nicht einfach, also hier ist meist professionelles Know-how notwendig.
Nein, wir prüfen nur die Konzepte auf Plausibilität. Jeder Fall ist individuell und wir können hier nicht die Aufgaben von Beratern übernehmen.
Ja, unsere Richtlinien sehen einen Mindestfinanzierungsbedarf von Euro 25.000 vor. Es ist aber generell so, dass eine Restrukturierung für alle Beteiligten mit einem nicht geringen Aufwand verbunden ist.
Auf Seiten der Unternehmer wird es ohne einen Berater schwer möglich sein, ein fundiertes Konzept vorzulegen, das Chancen auf Bewilligung hat. Das kostet schon einiges an Geld und diese Ausgabe ist erst ab einer gewissen Größenordnung sinnvoll. Dieser Aufwand kann allerdings schon von uns gefördert werden.
Es zeigt sich auch immer wieder, dass die Bereitschaft der Banken, solche Restrukturierungsprojekte mit zu tragen, bei kleineren Beträgen eher gering ist. Kleinere Unternehmen mit einem geringeren Finanzierungsbedarf finden mit den Banken meist andere Lösungen, die auch mit einem geringeren Aufwand verbunden sind.
Wenn schon ein akuter Liquiditätsengpass besteht, handelt es sich nicht mehr um die geeignete Maßnahme. Man muss schon alleine vom Ablauf einige Monate einkalkulieren. Sie brauchen in aller Regel einen Berater und es erfordert einige Zeit einen Spezialisten zu finden. Der Berater muss sich in die Materie einarbeiten, ein Konzept entwickeln. Meist sind auch Verhandlungen mit den wichtigsten Gläubigern nötig, auch das braucht seine Zeit.
Unter drei Monate ist das kaum zu schaffen. Weitere vier bis sechs Wochen brauchen wir im Normalfall für die Bearbeitung.
Die liegt bei etwa 50%. Meist handelt es sich um Konzepte, die entweder
Leider gibt es noch immer viel zu viele Unternehmer, die nicht ausreichend über die wirtschaftliche Situation ihres Unternehmens am Laufenden sind. Gerade viele Kleinstunternehmer sprechen einmal im Jahr mit ihrem Steuerberater und das oft erst in der zweiten Jahreshälfte. Dadurch sind sie oft nicht am aktuellen Stand und sehen gar nicht, wie hoch sie eigentlich schon verschuldet sind. Sie achten dann nur auf das Tagesgeschäft und versuchen, kurzfristig zu Liquidität zu kommen. Dabei merken sie nicht, dass die gesamte Finanzierungsstruktur schon seit längerer Zeit eine kräftige Schieflage hat. Dann können wir nicht mehr helfen.
Das Restrukturierungsprogramm ist auf langfristige Sanierung und strategische Neupositionierung ausgerichtet. Die Unternehmer selbst erkennen häufig den Zeitpunkt nicht, an dem bereits Maßnahmen notwendig wären. Oft sind es die Banken, die viel früher erkennen, dass hier ein Bedarf besteht. Die meisten Kontakte zu uns entstehen auch über Banken oder externe Berater.
Die FGG (Finanzierungsgarantiegesellschaft) und BÜRGES ist vielleicht manchen noch ein Begriff. Diese zwei Einrichtungen wurden im Oktober 2000 zur AWS fusioniert. In weiterer Folge wurde auch die Innovationsagentur eingegliedert - der ERP Fonds bleibt rechtlich eigenständig, wurde aber ebenfalls mit der AWS verschränkt. Die AWS ist eine Spezialbank für Förderungen in Österreich und zu 100% im Besitz der Republik Österreich.
Weitere Informationen zum Restrukturierungsprogramm finden Sie auf der Homepage der Austria Wirtschafts Service
Pfad: http://www.unternehmer-in-not.at/art_4_7_54_0_aws-restrukturierung-fuer-kmu.php
Ein Informationsangebot von www.unternehmer-in-not.at