Stichworte: Branchen: Handel | Kennzahlen | Statistiken | Studien
Die Ergebnisse der Strukturerhebung 2004 für den österreichischen Einzelhandel wurden von der KMU Forschung Austria veröffentlicht. Die Ergebnisse kurz zusammen gefasst:
Gegenüber 2003 gab es ein Wachstum bei den Verkaufsflächen um rd. 0,9% bzw. 144.000 qm. Die Konsumenten konnten also im Jahr 2004 auf insgesamt rd. 15,5 Mio qm shoppen. Pro Geschäft bedeutete das eine durchschnittliche Verkaufsfläche von 290qm, allerdings variieren die Flächen ja nach Branche stark. Geschäfte für den Bau- und Heimwerkerbedarf schlagen durchschnittlich mit 1.290 qm zu Buche, der Uhren- und Schmuckeinzelhandel mit nur 50 qm. 13% der Verkaufsflächen befinden sich in Einkaufszentren.
Bei steigenden Verkaufsflächen nimmt die Anzahl der Geschäfte ab. 2004 gab es rd. 1.000 Geschäfte weniger als 2003. Das entspricht einem Rückgang um rd. 2,0%, den höchsten Rückgang verzeichnete der Computer- und Softwareeinzelhandel. Von den 53.300 Geschäften entfallen jeweils 6.200 auf den Lebensmitteleinzelhandel und auf den Bekleidungseinzelhandel, die damit unangefochten an der Spitze stehen.
Die Umsätze konnten mit den vergrößerten Verkaufsflächen nicht ganz mithalten: betrug der Bruttoumsatz pro Quadratmeter 2003 noch im Durchschnitt 3.020 Euro, so waren es im Jahr 2004 nur mehr 2.990 Euro.
Immer mehr Geschäfte sind Filialen: 2004 waren rd. 31% der Geschäfte Filialen, wobei Franchiseunternehmen und Verbundgruppen nicht dazugezählt werden. Den höchsten Anteil an Filialen gibt es bei den Drogerien und Parfümerien: in dieser Branche sind rd. 82% aller Geschäfte Filialen. Ihr Anteil an den Verkaufsflächen beträgt rd. 92%.
Quelle: KMU Forschung Austria
Online seit: 16.06.2005

