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Ich meine, von der finanztechnischen Seite her betrachtet war es ein Fiasko. Ich hab damit auch meine berufliche Laufbahn zerschossen. Ich verdien heute die Hälfte brutto von dem, was ich in meiner Spitzenzeit netto hatte. Was mich am stärkste trifft ist dass ich der Meinung bin, dass ich sehr viel ghackelt hab und sehr weit nach unten gefallen bin.
Man braucht den Mut zur Ehrlichkeit, man muss sich eingestehen können, dass der Zug abgefahren ist. Wir haben beide so lange versucht durch zu halten, bis wir in den Arbeitsmarkt nicht mehr zurück konnten. Wir haben eine Runde und noch eine Runde im Kreisverkehr gedreht, und dann waren wir draussen.
Also die ganzen Ersparnisse sind weg. Alles was geplant war, wie Pensionsvorsorge und so, ist alles weg. Ich meine, ich bin jetzt in dem Alter, wo ich damals gedacht habe, ich hätte den Break Even Point erreicht. Ich hatte mir damals das dreckige Dutzend gegeben und dann sollte es rennen, ich hatte mir so eine Firma mit zehn bis zwölf Beschäftigten vorgestellt. Das dreckige Dutzend stimmt, und ich bin die Firma los und ich hab gerade die letzte Kreditrate bezahlt.
Einerseits giftet es mich um die schönen Dinge, die man machen könnte mit dem vielen Geld, ich träume nicht so von schönen Reisen sondern mehr von einer Hobelmaschine. Andererseits wird es nicht viele Leute geben, die so kunterbunte Erfahrungen in ihrem Leben gehabt haben.
Kap. 1: Alles auf eine Karte gesetzt
Kap. 2: Ein kranker Bruder
Kap. 3: ... und dann setzte ich alles auf eine Karte
Kap. 4: Ein Freund - der rettende Strohhalm?
Kap. 5: Der erste Schritt zurück in den Arbeitsmarkt
Kap. 6: Was kommt zuerst - das Produkt oder die Verwaltung?
Kap. 7: Mut zur Ehrlichkeit
Online seit: 28.07.2003


Wie Sie auch schwierige Zeiten überleben
Wie Selbständige Ziele realistisch definieren, Chancen erkennen und Probleme aktiv lösen